Der Lehrstuhl für Prozessautomatisierung (LPA)
der Universität des Saarlandes nahm zum Wintersemester 1989/90
unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. habil. Hartmut Janocha seine Arbeit auf.
Organisatorisch ist die Professur der Natur-wissenschaftlich-Technischen Fakultät II,
Physik und Mechatronik, zugeordnet.
Im Mittelpunkt von Forschung und Lehre steht die Automatisierung von technischen Abläufen und Vorgängen ("Prozesse"). Bei der Bearbeitung entsprechender Aufgabenstellungen wird auf die klassischen Disziplinen Messen, Steuern, Regeln ("MSR-Technik") unter Einsatz fortgeschrittener Signalverarbeitungsverfahren und moderner Rechnertechnologien zurückgegriffen. Das anwendungs-orientierte Interesse des LPA konzentriert sich überwiegend auf innovative Lösungen für die industrielle Fertigungstechnik sowie den Automobil- und Flugzeugbau.
Die Arbeitsweise des Lehrstuhls basiert stark auf Grundsätzen der Mechatronik, d. h. beginnend mit der Planung von Prozessen und Produkten bis hin zu deren Realisierung werden alle wesentlichen Aspekte der Automatisierungsaufgaben und die Lösungswege strikt problemorientiert und über die tradierten Fachgrenzen hinweg behandelt. Dementsprechend ist der Mitarbeiterstamm stark interdisziplinär zusammengesetzt. In der jüngeren Vergangenheit ist die Adaptronik als Betätigungsfeld hinzugekommen - eine Variante der Mechatronik, die durch den Einsatz multifunktionaler Werkstoffe eine hohe Funktionsdichte in sog. aktiven Systemen anstrebt. Ein Beispiel hierfür sind mechanische Strukturen, die ihre Eigenschaften selbsttätig an veränderliche Betriebsbedingungen anpassen können ("intelligente oder smarte Strukturen").
Im Weiteren werden das aktuelle Lehrangebot des LPA und die Inhalte seiner beiden Forschungsschwerpunkte "Unkonventionelle Aktorik" und "Robotik mit Bildverarbeitung" vorgestellt.
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